Implantologie

In der ganzheitlichen Zahnmedizin wird die Implantologie nicht nur als Ersatz eines fehlenden Zahnes betrachtet, sondern als Teil eines umfassenden Behandlungskonzepts, dass die Mundgesundheit, den gesamten Organismus und die individuellen Bedürfnisse der Patientin oder des Patienten berücksichtigt.

Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, die meist aus Titan oder Keramik (Zirkonoxid) besteht und in den Kieferknochen eingesetzt wird. Darauf wird später eine Krone, Brücke oder Prothese befestigt.

Typische Gründe für Implantate:

  • Ersatz einzelner fehlender Zähne
  • Stabilisierung von Zahnersatz
  • Vermeidung des Beschleifens gesunder Nachbarzähne
  • Wiederherstellung von Kaukomfort und Ästhetik
  • Erhalt von umliegenden Gewebsstrukturen wie Zahnfleisch und Knochen- Verhinderung von Alterungserscheinungen im Gesichtsprofil
DAUER
120 min.
PREIS
ab 2800,- €

Ablauf der Behandlung

Ausführliche Befundaufnahme

Ganzheitlich orientierte Praxen legen häufig Wert auf:

genaue Beurteilung von Zahnfleisch und Kieferknochen
Erfassung bestehender Entzündungen
Betrachtung von Allgemeinerkrankungen und Medikamenten
Bewertung von Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes oder Immunsituation
evtl. DVT (digitale Volumentomographie/3D)
Ernährungsberatung/-umstellung/-ergänzung/evtl. Infusionstherapie

Beratung

a) Materialauswahl

Bei der Implantatwahl werden häufig individuelle Aspekte besprochen:

Titanimplantate: seit Jahrzehnten wissenschaftlich etabliert und sehr gut untersucht

Keramikimplantate (Zirkonoxid): metallfreie Alternative, insbesondere für Menschen mit Wunsch nach einer metallfreien Versorgung oder bestimmten ästhetischen Anforderungen

Die Entscheidung hängt von medizinischen, funktionellen und persönlichen Faktoren ab. Eine pauschale Aussage, dass ein Material grundsätzlich für alle Menschen „besser“ ist, lässt sich wissenschaftlich nicht ableiten.

b) Kostenkalkulation/-besprechung

Vorbehandlung

Entzündungsfreiheit vor Implantation

Ein wichtiger Grundsatz moderner Implantologie ist:

bestehende Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis behandeln
Infektionen und Knochenverhältnisse abklären
eine stabile Mundhygiene sicherstellen
Ernährungsberatung/-umstellung/-ergänzung/ evtl. Infusionstherapie

Denn chronische Entzündungen können das Risiko für Komplikationen wie eine Periimplantitis (Entzündung um ein Implantat) erhöhen.

Schonende Behandlungskonzepte

Ganzheitlich arbeitende Implantologen berücksichtigen häufig:

möglichst gewebeschonende Operationstechniken
digitale Planung (z. B. 3D-Bildgebung, falls medizinisch sinnvoll)
Erhaltung vorhandener Strukturen
individuelle Heilungsbedingungen berücksichtigt
spezielle Blutkonzentrate, Wachstumsfaktoren aus Eigenblut (z. B. PRF) werden für eine bessere Einheilung, Regeneration und Integration des Implantates und bei evtl. notwendigem Knochenaufbau angeboten

Operation findet unter Lokalanästhesie statt, wenn gewünscht ergänzt vorweg durch Hypnose oder Entspannungsinfusion für eine noch entspanntere Behandlung.

Die Knochenheilung und Implantatintegration können beeinflusst werden durch:

gute Mundhygiene
ausreichende Nährstoffversorgung
Behandlung von Zahnfleischerkrankungen
Verzicht auf Rauchen
gute Einstellung von Erkrankungen wie Diabetes

Eine Schwellung, ein Hämatom oder eingeschränkte Mundöffnung können je nach Eingriff und Region der Operation auftreten fallen aber überwiegend gering aus. Nach dem Eingriff können Sie nach Hause gehen.

Nach der Behandlung

Solange sie merken, dass die Spritze wirkt (etwa 2 Stunden) sollten Sie wegen der eigenen Verletzungsgefahr wegen des Taubheitsgefühls mit dem Essen und mit dem Trinken heißer Getränke warten. Sie sollten mit einer eventuellen Ausfallzeit von 3–5 Tagen rechnen, zumindest sollten sie in dieser Zeit auf körperliche Anstrengung, schweres Heben, Sport, Rauchen, feiern/Alkoholkonsum und Sauna verzichten.

Nach 5–10 Tagen werden die Nähte entfernt.